Wir leben den Traum

Einmal um die Welt und wieder zurück

Sabrina & Florian Kurzmann,
Gastronomen

Urlaub und Arbeit passen nicht zusammen? Nicht, wenn einen der Beruf an atemberaubende Plätze führt. Sabrina und Florian Kurzmann vom Gasthof zur Traube in Grein wissen, dass Arbeit und Abenteuer oft dasselbe sind.

Der Arlberg, die italienischsprachige Schweiz, Mallorca und sogar Neuseeland – das Ehepaar hat viel gesehen. Beide sind sich einig: „In der Gastronomie steht einem die ganze Welt offen.“

Das Abenteuer seines Lebens hatte Florian in Neuseeland: Er kaufte sich kurzerhand mit einem Kumpel einen Bus, dem Roadtrip stand nichts mehr im Weg. Einer der ersten Stopps führte die beiden in eine Bar, wo beide direkt arbeiten durften. Die perfekte Ausbildung macht’s möglich. Der Arbeitgeber hat sich sogar um das nötige Visum gekümmert.

Die umwerfende Offenheit der Einheimischen hat Florian schwer beeindruckt: „Die Gastfreundschaft dort ist der Wahnsinn.“ In der Freizeit waren beide viel unterwegs. Wo auch immer die beiden Kumpel ihren Bus abgestellt haben, wurden sie mit offenen Armen empfangen. Was Florian nicht vergessen wird: „Wir wurden von völlig Fremden zum Grillen bei offenem Feuer am Meer eingeladen. Das war der Hammer.“

So unvergesslich dieses Erlebnis war, aber das Herz kennt seinen Platz. Zurück in Oberösterreich genießt Florian die Selbstständigkeit mit seiner Frau in vollen Zügen. Denn das eigene Gasthaus tauscht man nicht ein. Für nichts in der Welt.

Ich lebe den Traum

Wilde Partys? Das ist meine Leidenschaft

Lukas Kramler,
Barkeeper

Ja, es gibt ein Leben nach dem Alltag – es lockt mit wilden Partys und fetten Beats. Einer kennt sich in der Szene besonders gut aus: Stefan Süß ist CEO von nach(t)leben. Dazu gehören neben dem empire in St. Martin im Mühlkreis noch acht andere Lokale. Alle mit derselben Mission: Den Gästen einen geilen Partyabend zu bereiten, den sie so schnell nicht vergessen werden.

Von hinter der Bar direkt rauf in die Chefetage – innerhalb weniger Monate wurde Stefan Süß die Geschäftsführung des empire übertragen. Da hat es ganz klar den Richtigen getroffen, denn Bargeschäft und Musik haben ihn immer begeistert. Und jetzt ist er auf Du und Du mit den Stars. Die Musiker, die in seinen Lokalen performen, die sucht er selbst aus: „Wir haben ein internationales Booking, zu uns kommen die heißesten Top-Acts. Ich beschäftige mich da immer mit den neuesten Trends – das ist total spannend und abwechslungsreich.“

Die Liste der Acts liest sich wie ein Who-is-who der Musikszene: H.P. Baxxter, Sido, Nazar oder Martin Garrix – Stefan Süß kennt sie alle. Sie und viele andere haben den Gästen im empire schon mächtig eingeheizt. Damit garantieren Stefan und sein Team eine verdammt legendäre Partynacht. Ganz nach dem Motto von H.P. Baxxter, dem Frontmann von Scooter: Always Hardcore.

Wir leben den Traum

Wir sind so frei: Kochen nach eigenen Regeln

Sebastian Rossbach & Marco Barth,
Spitzenköche

Echtheit und Ungehorsam erwartet die Gäste des Linzer Restaurants Rossbarth. Da wird schnell klar: Hier sind zwei Köche am Werk, die mit dem Spiel zwischen Alt und Neu die Gastroszene ordentlich aufmischen.

Hinter dem Rossbarth in Linz stehen Sebastian Rossbach und Marco Barth. Im Dezember 2017 ist der Punkt gekommen, an dem sie ihr eigenes Ding machen wollten. Beide wollten selbst bestimmen – über Einrichtung, Geschirr und die Produkte, die verarbeitet werden. Alles sorgfältig ausgesucht, um ein stimmiges Gesamterlebnis zu schaffen. Marco Barth genießt das in vollen Zügen: „Sebastian ist mein Chef und ich bin sein Chef. Das ist einfach geil.“

Auf Regionalität wird im Rossbarth viel Wert gelegt: Nicht nur die Lebensmittel werden aus der Region bezogen, sondern auch die Einrichtung im Lokal stammt von regionalen Anbietern. Auch hier spürt man: 0815 ist nichts für die beiden.

Der Zugang zum eigenen Handwerk ist vor allem eines: bodenständig. Im Rossbarth wird mit der Konvention gespielt, nicht mit Lebensmitteln. Das eigene Lokal bietet da natürlich alle Möglichkeiten. „Ich bin frei“, sagt Barth, wenn man ihn nach den Vorteilen seines Berufes fragt. Und diese Freiheit merkt man besonders in der Küche: Die Neuinterpretationen vieler Klassiker beugt sich keiner Tradition. Zum Glück für die Gäste, denn die wissen eines: So außergewöhnlich schmeckt es nur, wenn man sich den Regeln widersetzt.

Ich lebe den Traum

Raus aus der Schule: rein in die Welt der Stars

Sabrina Laderdinger
Management-Trainee

Noch während ihrer Schulzeit an der HLW Braunau machte Sabrina Laderdinger eine Erfahrung, die ihr Leben für immer verändern sollte. Am ersten Tag ihres Praktikums im Scalaria am Wolfgangsee erlebte sie eine Autopräsentation hautnah. Und von diesem Moment an wusste sie: „Das ist absolut meins“. Noch heute kommt sie dabei ins Schwärmen: „Das war einfach der Hammer!”, sagt sie begeistert, wenn man sie danach fragt.

Gleich nach der Schule bewarb sie sich deswegen sofort um eine Stelle im Projektmanagement-Trainee-Programm, um zu lernen, was die Topstars im Alltag bewegt und wie man Events auf Weltklasseniveau durchzieht, ohne dabei die Nerven zu verlieren. Denn als Fachkraft in der Hotellerie muss man vielseitig einsetzbar und begeisterungsfähig sein. Fad wird einem dabei sicher nicht.

Für Sabrina ist jeder Tag neu und manchmal auch richtig spektakulär. Egal, ob sie am Welcome-Desk internationale oder österreichische Stars begrüßt und charmant beim Einchecken behilflich ist oder sie gemeinsam mit einem coolen Team an der Umsetzung der nächsten großen Megaveranstaltung arbeitet. In diesem Job kommt man dem Glamour der großen weiten Welt und dem Who is Who aus Sport-, Musik- und Showbusiness so nahe wie sonst nirgends. Und das begeistert Sabrina. Sie kann sich keinen anderen Beruf vorstellen – und wer weiß, wo sie dieser Weg noch hinführen wird? Denn nach Abschluss des Trainee-Programms stehen ihr alle Möglichkeiten in der heimischen Spitzenhotellerie offen.

Ich lebe den Traum

Mittagspause anders: Bin dann mal am Wasser.

Michael Pernkopf,
Landhotel Grünberg

Der Traunsee liegt glitzernd in der Sonne. Er wartet schon auf Michael Pernkopf, den Wirt vom Landhotel Grünberg in Gmunden. Für den Gastronom stellt sich an Tagen wie diesen nur eine Frage: heute Surfboard oder Wakeboard?

Michael ist der Typ Mensch, den man einfach mag. Zuvorkommend und freundlich kümmert er sich um sämtliche Anliegen seiner Gäste. Egal, ob bei ihm im Gasthof gefeiert wird oder ob ein Gast nur seine Cremeschnitte bei atemberaubendem Seeblick genießt. Menschen eine Freude zu machen und ihnen besondere Alltagsmomente zu bescheren ist das, was ihn selbst erfüllt. „Ich wollte nie etwas anderes machen“, sagt er.

Den Gasthof führt er zusammen mit seinem Vater. Natürlich steckt hinter dem Erfolg eine Top-Ausbildung. Die Tourismusschule in Bad Ischl und das anschließende FH-Studium haben den Diplomsommelier perfekt auf die Selbstständigkeit vorbereitet. Seine herzliche Art und dieses Know-how machen ihn zu einem Wirt, der seinesgleichen sucht.

Die flexiblen Arbeitszeiten genießt er total: „Ich muss zum Urlauben nicht extra irgendwohin fahren, ich bin ja schon am See.“ Ein Traum für ihn, denn das Wasser ist sein Element. Vormittags checkt er schon, wie die Schaumkronen am Wasser aussehen. Danach entscheidet er dann, zu welchem Board er in der Mittagspause greift oder ob er heute vielleicht doch lieber die Wasserski anschnallt.

Wir leben den Traum

Zurück in die Zukunft: Wir lieben handfeste Tradition.

Sebastian Feichtinger & Sabine Seitner,
Wirtshaus zur Lini

Sebastian Feichtinger sehnte sich schon in seiner Zeit in der Haubengastronomie nach einem Weg, alte Traditionen mit Neuem zu verbinden. Sein Glück war, dass seine Lebenspartnerin Sabine Seitner den gleichen Traum teilte. Gemeinsam wollten sie etwas ganz Eigenständiges schaffen. Und wie das Leben so spielt, kam ihnen der Zufall zu Hilfe. Sebastians Vater machte die beiden darauf aufmerksam, dass das Wirtshaus zur Lini in Rutzenham schon seit fast sechs Jahren leer stand und eigentlich ein echtes Kleinod ist.

Die beiden überlegten nicht lange. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nach einem Besuch in Rutzenham war den beiden klar: Das ist genau das Wirtshaus, in dem sie alte Traditionen neu inszenieren können. Von der Einrichtung bis zum Holzofen war alles da, was ein klassisches Wirtshaus am Land ausmacht. Schnell wurde man sich mit dem Besitzer einig und von da an war klar: Das Wirtshaus zur Lini hat wieder Zukunft.

Und wie reagierten die Einheimischen auf die zwei Ortsfremden? Mit großer Freude, denn endlich gibt es wieder einen lebendigen Ort mitten in Rutzenham, an dem man sich am Stammtisch treffen oder Taufen, Hochzeiten und andere Anlässe feiern kann. Für Sebastian Feichtinger und Sabine Seitner geht damit ein Traum in Erfüllung: Hier sind wir ganz bei uns selbst, hier leben wir auf!

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